08.16
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Mein alter Freund Andreas (nachfolgend Luci genannt) hat geheiratet. Doch bevor wir ihn in die Welt der Geknechteten entließen, überraschten wir ihn mit einem Junggesellenabschied.
Luci war bei seiner derzeit Verlobten Jessi zu Hause in Magedburg und ahnte nichts Böses, als wir (Rico, Marco und ich) nach etwa 4 Stunden Autofahrt bei Jessi klingelten. Ich meldete mich mit tiefer und ernster verstellter Stimme: “Die Post”. Ohne nachzufragen wurde die Tür geöffnet. (Es war bereits 16 Uhr und normalerweise sollte die Post dann schon durch sein, oder?)
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Wir stampften nach oben und sahen Luci mit äußerst überraschtem Blick. Wir setzten ihm einen lustigen bunten Hut auf und zogen ihm ein T-Shirt an mit der Aufschrift: “Ich bin schuld”. Dann gingen wir in die Wohnung und begrüßten auch Jessi. In der nachfolgenden halben Stunde war der sonst sehr gesprächige und Witze-erzählende Luci verdächtig still… Er hatte Angst, die er nicht haben musste, was er aber nicht wusste… 
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Dann ging’s ertsmal ganz harmlos weiter: Bowling, einkaufen, und schön auf Jessis Balkon sitzen und grillen und das geile Wetter genießen. Wir hatten uns ewig nicht gesehen und hatten viel zu erzählen. Leider war Bernd, der den Junggessellenabschied geplant und sich Spiele ausgedacht hatte, kurzfristig ausgefallen. Deshalb kam Luci um das Schlimmste herum.
Doch kurz bevor wir unserer Müdigkeit erlagen, rafften wir uns noch zu einer letzten Station auf: Eine Table-Dance-Bar.
Nach einem kurzen Fußweg kamen wir dort an und gingen hinein. Dort wurden wir direkt vom Chef nochmal hinausgebeten, um “das Finanzielle” zu regeln. Wir bekamen jeweils für 5€ pro Person 5$ Spielgeld (als 1$-Scheine). Man kann sich denken, wofür die waren, oder?
Wir gingen also wieder hinein und bekamen in einer äußersten Ecke noch einen Platz. Von dort konnte man dann mehr schlecht als recht die netten Frauen auf der Bühne an der Stange tanzen sehen. Jeweils nach einem Tanz, gingen die kaum bekleideten Damen dann zu den Gästen und nahmen ihnen 1$ ab. Wir rechnen kurz: Alle 10 Minuten ein Tanz. Jeder von uns hat 5$. Wir werden nach 50 Minuten unsere Dollars los sein. Das ist Fakt.
Ok. Unsere bestellten Getränke (3 Bier, 1 Alster) kamen zügig. Die Barfrau zu mir, nachdem sie ewig gerechnet hatte: “23 Euro.” Ich war schockiert und fragte lieber nach: “Was kostet denn ein Bier?” Sie: “Bier 6€, Alster 5€”. Ich zahlte widerwillig. Ab jetzt war klar: Wir können uns diesen Spaß nicht lange leisten.
*** ZENSIERT *** 
Pleite aber belustigt verließen wir den Laden. Wir werteten noch kurz das Geschäftsmodell der Strip-Bar aus und machten uns klar, dass wir ganz schön abgezockt wurden: Egal. War lustig. Und so gingen wir kaputt ins Bett.
Am nächsten Morgen fuhren wir nach dem Frühstück wieder Richtung Heimat.
Was haben wir gelernt:
- Es ist total schön, mit alten Freunden in alten Erinnerungen zu schwelgen.
- Man muss nicht total besoffen sein, um seinen Junggesellenabschied zu feiern.
- Eine Strip-Bar ist scheiße teuer und gehört zu den Dingen: “Schön mal gesehen zu haben, aber dann reicht’s auch…”
Es bleibt mir also nur noch dem glücklich verheirateten Paar alles Gute und viel Glück zu wünschen!!!
Hey, gute Story!
Wir hatten auch gerade erst einen Junggesellenabschied in der Clique. Wir hatten noch ein bisschen mehr Programm als ihr, aber zum Schluss auch eine Table-Dance-Bar. Der private dance für den Bräutigam hat 80 Euro gekostet. Bier für jeden 3 Euro.
Insgesamt alles Abzocke in solchen Läden und ich fand’s auch recht ecklig dort. Aber zumindest war die Tanzeinlage gelungen.