2007
08.26

Urlaub in Barcelona

BarcelonaEs war mal wieder ein ganz normaler Abend im K2, als Lena ganz beiläufig erwähnte, dass sie gern nach Barcelona fliegen wolle, aber niemand mit ihr mit wolle. Und da ich seit 6 Jahren keinen Urlaub gemacht habe und sowieso noch nie irgendwo hin geflogen bin, habe ich mich spontan bereit erklärt, den Urlaub mit ihr anzutreten. :)

Tag 1
So ging es also letzten Donnerstag los. Um 5 Uhr fuhr der Zug nach Hamburg. Dort ging es dann direkt zum Flughafen und erstmal einchecken. Nach etwas warten ging es dann auch schon rein ins Flugzeug. Ich bekam direkt nen Fensterplatz kurz hinterm Flügel. Und schon ging es in die Luft. Was für ein krasses Gefühl. Mein Fazit zur den 4 Flügen (2x Umstieg in Zürich): Fliegen ist cool!!! Auch wenn’s mal bissl zappelt. 8)

FlugDort angekommen musste Lena dann schon mit ihren Spanischkenntnissen glänzen und uns Tickets für die Bahn besorgen. Dann mit der Bahn los und irgendwann nach ‘nem Umstieg in die U-Bahn waren waren wir dann schon fast am Ziel. Und dann folgten wir unserem Wochenmotto “Auf Irrwegen durch Barcelona” und verliefen uns das erste Mal, bevor wir in unserem Hostel ankamen. Dort bekamen wir ein nettes 2-Mann-Zimmer in einer Art Wohnung mit 3 weiteren 2-Raum-Zimmern mit denen wir Küche und Bad teilten. Dort zogen dann im Laufe der Woche ganz viele nette Leute ein und aus.

An diesem Abend gingen wir dann nochmal zum Hafen und dann in einen Irish-Pub… tja, nicht gerade typisch spanisch, aber was soll’s… außerdem gab’s dort an jeder Ecke nen Irish-Pub… also doch ne typisch spanische Sachen…. ;) naja… und wenig später fielen wir dann tot ins Bett…

Tag 2
Am nächsten Morgen gab’s dann erstmal Frühstück, welches allerdings eher dürftig ausfiel: trockenes Baguette, Nutella, Marmelade, O-Saft, Cornflakes… naja… besser als nix…

La RamblaDann ging es los auf die berühmte Einkaufs- und Marktstraße “La Rambla”, die wir einmal komplett runter liefen. Dort gab es Unmengen von Straßenkünstlern und kleinen Buden. Zwischendurch besuchten wir dann einen ganz tollen Obst-, Gemüse-, Fleisch- und Fischmarkt. Auch ein Wachsfigurenmuseum haben wir dort dann noch besucht. Allerdings waren dort die meisten Figuren spanische Berühmtheiten… naja… aber war auf jeden Fall ganz nett… nur bissl teuer.

Nachdem wir dort raus waren, liefen wir zwei kleinen Kindern in die Arme, die offensichtlich eine Unterschriftenaktion machten – für taub/stumme arme Kinder, oder so… nach dem wir fast fertig mit unterschreiben waren, sahen wir die letzte Spalte: Zu spendender Betrag… Mist…. naja 2€ abgedrückt. Die Kleine hat mich mindestens 3 Mal begrabbelt und sich 1000 Mal bedankt… halt auf nette Art abgezogt worden.

Wieder im Hostel angekommen hatten wir neue Mitbewohnerinnen: 4 Französinnen. :) Diese fragten uns, ob wir keine Toilette hätten. Wir meinten: “Doch, kommt mal mit”. Und dann mussten wir feststellen, dass diese verschlossen war, ohne dass jemand drauf war. Wir also runter zur Rezeption und das Problem geschildert. Die junge Frau gab uns darauf hin eine Büroklammer, mit der wir die Tür öffnen sollten… yoah… gesagt – getan. Tolle Sache so ‘ne Büroklammer. 8)

Heiße SchokoladeSpäter haben wir dann in einem Café heiße Schokolade bestellt. Und es war wortwörtlich reine heiße Schokolade. Geil.

Tag 3
Am 3. Tag zogen wir los um den “Parc Güell” zu erkunden. Dieser lag auf einem nicht zu unterschätzendem Berg. Parc GüellUnd so nahmen wir Stufe um Stufe, um das Gebiet zu erkunden. Leider war es etwas regnerisch, weshalb wir recht zügig loshirschten. Dann fanden wir dort aber doch noch schön angelegte Touristen-Sehenswürdigkeiten. :) Nachdem wir dort in Rekordzeit durchgerannt sind, hatten wir noch genug Zeit für eine weitere Sehenswürdigkeit.

GlasbläserAlso ab ins “Poble Espanyol”. Dieses ist ein nachgebautes künstliches “Dorf”, welches viele aus verschiedenen Teilen Spaniens bekannte Architekturen auf einmal aufzeigt. Etwas enttäuschend waren die versprochenen Wasserfontänen, welche leider zum großen Teil einfach mal kein Wasser führten. Sonst aber sehr schon alles anzuschauen. Außerdem gab es ne Menge Läden und Workshops. Poble EspanyolSo sah man den Glasbläser, wie er sich ne Zigarette am heißen Glas anzündete. :)

Hard Rock CafeAbends ging’s dann noch ins “Hard Rock Cafe”. Für einen Tisch brauchten wir aber eine Reservierung, die wir dann auch bekamen. Wir mussten dann noch 1 1/2 Stunden warten, bevor wir rein konnten. Drinnen wurden wir dann höflich darauf hingewiesen, dass man auch etwas Essen MUSS. Doof. Naja… also noch was leckeres (und teures) bestellt. Unterdessen kam plötzlich “Y-M-C-A”, und alle Bedienungen tanzten einen einstudierten Tanz. Ja, soviel zu “Hard Rock”-Cafe.

Tag 4
Nachdem wir bereits einen Tag zuvor im Stadtteil “Gracia” festgestellt hatten, dass dort ein Straßenfest statt finden muss, welches wir aber zu früher Stunde nicht aktiv erleben konnten, machten wir einen 2. Anlauf und wohnten dem Spektakel diesmal abends bei. Man kann sich überhaupt nicht vorstellen, wie die Leute dort abgehen. Fest in GraciaVerschiedene Straßen werden von den Anwohnern liebevoll geschmückt. Die alten Leute sitzen draußen, schnacken, verkaufen T-Shirts oder bewerfen sich mit Wasserbomben. :)

In fast jeder Straße steht eine Bühne, wo am späten Abend Bands spielen und die ganze Straße zu tanzen scheint. DrachenWeiterhin zog ein Trommelzug mit Papp-Drachen durch die Straßen, welche große Feuerwerksfontänen aus ihren Mäulern spuckten und ordentlich Krach machen. (Böllern sei Dank)

Auf einer Bank wurden wir von einem Einheimischen angesprochen und wir kamen in einen netten Plausch. Er kannte sogar Rostock durch Hansa und den G8-Gipfel. In Deutschland kaum denkbar, dass man von einem fremden Menschen angesprochen wird.

Tag 5
Sacrada FamiliaAm 5. Tag sahen wir uns dann noch den Prunkbau “Temple de la Sagrada Familia” an. Angelegt für eine Bauzeit von 200 Jahren ist das Teil immer noch nicht fertig. Einer der Architekten war der berühmte Künstler Antoni Gaudí. Er plante einen Großteil dieses Prachtgebäudes, hinterließ aber keine endgültigen Pläne, so dass spätere Architekten ihre eigenen Einflüsse einbringen konnten.

Port OlimpicAbends besuchten wir dann noch den “Port Olímpic”, um dann doch endlich einmal ganz klassisch spanisches Essen zu uns zu nehmen. Dort fanden wir dann auch ein recht günstiges Restaurant, wo wir leckere Paella aßen. Eigentlich wollten wir dann auch noch in ‘nen Club, aber da dort selbst um 1 Uhr noch nichts los war, beschlossen wir nach Hause zu gehen.

Tag 6
SidgesNachdem wir feststellen mussten, dass der Strand in Barcelona am Hafen nicht so schön war, fuhren wir eine halbe Stunde mit der Bahn raus in das schön Örtchen Sidges. André beim BadenDort fanden wir einen wunderschönen Strand mit ganz feinem Sand vor. Und so verbrachten wir unseren 6. Tag in der Sonne bratend. :)

Tag 7 und 8
Da wir bereits um 3 Uhr morgens am nächsten Tag aufstehen mussten, um unseren Flieger zu bekommen, beschlossen wir unseren letzten Tag ganz entspannt angehen zu lassen. So spazierten wir noch bissl rum und lagen uns in die Sonne am Hafen. Wir gingen um 22 Uhr ins Bett und konnten natürlich nicht einschlafen, weil a) die Untermieter den Ferseher super laut an hatten und dann später noch bissl Bettsport betrieben und b) als wir dann ab 1 endlich bissl schliefen, um 2 Uhr 7 Italiener in unsere Bude einzogen und noch bis 3 Uhr Krach machten. Wir waren darauf hin laut angepisst und machten entsprechend viel Krach, als wir aufstanden…

Naja… und dann ging es schon wieder nach Hause. Allerdings nicht ohne eine kleine Panne. Denn als wir in Hamburg landeten war leider mein Gepäck weg. Das machte einen Ausflug nach Wien. Zum Glück passierte dies aber nur auf dem Rück- und nicht auf dem Hinflug. Einen Tag später hatte ich mein Gepäck per Kurier dann auch schon wieder…

Alles in allem ein gelungener Urlaub und ein zu empfehlendes Kultur- und Urlaubort, dieses Barcelona. :)

Kein Kommentar

Kommentieren

Dein Kommentar