02.23

Wie ja einige von euch vielleicht wissen, komme ich aus dem kleinen mecklenburgischen Ort “Sternberg”. Und was für mich etwas ganz normales ist, scheint für den Rest der Welt doch eher unbekannt zu sein. Deshalb gibt es jetzt eine kleine Lehrstunde über einen Stein, der den Namen meiner Heimatstadt trägt:
Der Sternberger Kuchen ist eines der interessantesten Dinge, die Sternberg zu bieten hat. Es ist ein eisenschüssiger Sandstein. Das Aussehen ist grau, gelb bis schokoladenbraun, meist bröckelig und verwittert und zum Teil, mit fester Konsistenz.
Das Besondere an diesem Sandstein ist, die Tatsache, das der Stein voll mit Muscheln und Schneckengehäusen ist. Diese Muschel und Schneckengehäuse sind Reste urzeitlicher Meeresbewohner, das verleiht dem Stein ein “kuchenähnliches” Aussehen.Die Entstehungsgeschichte von Mecklenburg Vorpommern und dem Sternberger Kuchen sind eng miteinander verknüpft. Vor mehreren Millionen Jahren waren weite Teile Europas mit Meeren bedeckt, somit auch Sternberg und seine Umgebung. Als dann zwischenzeitlich die Meere zurückwichen, hinterließen sie ihre Spuren, die inzwischen mehrere Meter unter der Erdoberfläche liegen. Zum Teil ist es späteren Einflüssen zu verdanken, das diese Spuren wieder an die Erdoberfläche kommen.
Und weil ein großes Vorkommen dieser Steine in Sternberg entdeckt wurden, bekam der Stein diesen Namen.
Mehr über meinen Heimatort findet man unter Wikipedia oder der Sternberger Homepage. Mich würde mal interessieren, ob ihr so einen Stein schon mal gesehen habt, und ob ihr wusstet, dass dieser so heißt.
Kein Kommentar
Kommentieren