06.20
So, also nachdem man nun hier meine neuen Klamotten bewundern konnte, werd ich an dieser Stelle mal erzählen, wie man(n) zu sowas kommt.
Nun, nachdem, wie berichtet, mein Kleiderschrank leer geräumt war, mussten neue Klamotten her. Ne Hose, T-Shirts, Hemd und Schuhe.
Da ja nun der Mann als solches, und ich spreche jetzt in erster Linie von mir, ungern einkaufen (die Frau nennt es “shoppen”) geht, brauch er, auch wenn er es ungern zugibt, Hilfe. Und so stellte sich Jule, ohne groß zu überlegen, zur Verfügung, um mich durch den Urwald der Kleidung zu lotsen.
So, wir waren dann nun also am Donnsertag in der Stadt. Wir entschieden uns, zuerst die Hose zu kaufen. Da war er nun. Dieser riesen Laden. Man kann auch Store sagen. Zeug ohne Ende. Und ich mitten drin. Jule lief dann zielstrebig von Gang zu Gang und warf mir dann die ersten Hosen zu. Ich ihr immer hinterher. Zwar tat ich so, als wenn ich auch selbständig was suchte, aber hatte ich keine Ahnung, wo ich anfangen sollte.
So, und ging alles ganz schnell… ich ging mit den ersten Hosen in die Umkleidekabine und Jule bekam Verstärkung von einer Verkäuferin. Jetzt war für mich die Welt wieder in Ordnung. Ich wusste was ich zu tun hatte. Hose anziehen… rauslaufen… von den Frauen sichten lassen… selber mal gucken… und wieder ausziehen… und das dann so 20 mal oder so… war zwar schweißtreibend, aber besser als in den Kleiderwald zu starren, ohne wirklich etwas passendes zu sehen.
So, Hose war gebont. Neuer Laden, neues Glück. T-Shirts… wir befinden uns im Esprit, wo ich, um das mal vorwegzunehmen, eine Club-Karte bekommen habe, und wenn ich 200€ dort im Jahr umsetzte, krieg ich Rabat… na dann: Prost Mahlzeit. Wie auch immer… selbes Prozedere: Jule läuft, drückt mir was in die Hand… ich probier es an… und Nachschub folgte auf dem Fuße…
Nun schien es aber so, dass die diesjährige Mode für den modernen Mann rosa Oberbekleidung vorsah. Und damit wurde ich dann auch direkt konfrontiert. Aber nachdem ich diese dann anhatte, und ich sag sicher tot unglücklich darin aus, musste auch Jule einsehen, dass das nix wird. Der Verkäufer kam dann noch mit so ‘nem dunkelpink an, was ich dann aber konsequent ablehnte. Trotzdem bekam ich dort ein schönes T- und ein Polo-Shirt.
OK, nächstes Geschäft. Ein Hemd musste her… ich wurde langsam gleichgültig… zog ich doch, allerdings nur zum Spaß, ein halbdurchsichtiges hautenges dunkles Hemd an, was auch noch zu klein war… sah mächtig schwul aus, hat aber keiner gesehen… Jule hat ein Foto davon, aber sonst hat es keiner gesehen… naja, und auch hier wurden wir recht schnell, möglicherweise aufgrund der Übersichtlichkeit in dem Laden, fündig. So, war ich dann nun auch noch um ein pastelfarbenes, kariertes Hemd reicher (und um paar Kröten ärmer).
Um das ganze jetzt mal zu verkürzen: Das Schuh-Problem konnte von allen 4 (oder waren es 5) Schuhgeschäften nicht gelöst werden. Hatte ein paar an, was beinahe in Frage kam, aber es war nicht perfekt… so muss ich wohl später nochmal los…
Alles in allem war die Ausbeute an dem Nachmittag recht gut und durch die professionelle Hilfe von Jule hab ich das ganze auch ohne psychischen Schaden überstanden. Mal ganz davon abgesehen, dass ich es keine 3 Minuten in einem dieser Geschäfte ausgehalten hätte… Viel länger hätten meine Füße das ganze Spektakel dann aber auch nicht mitgemacht und somit klang der Abend mit einem Fernsehfilm aus.
Nochmal Dank an Jule, die Power-Shopperin.
(PS: mal wieder nicht korrekturgelesen… hoffe es is nicht allzu schlimm)




















Mir, als eben ernannte Power-Shopperin, hat der Einkaufstrip auch recht viel Spaß gemacht. Schwer zu glauben, denn für mich ist dabei nicht mal ein Paar Socken rausgesprungen. Volles Augenmerk auf André gerichtet. Aber damit kam ich gut klar, denn der hatte wohl, nach dem Kleiderschrankausmisten, neue Klamotten nötiger als ich.
So ein schlechter Shopper ist André gar nicht. Gut, ohne professionelle Unterstützung hätte das wohl nich so gut hingehauen, aber ganz ohne sich zu wehren hat er alles anprobiert, was man ihm in seine Kabine reichte. Das, finde ich, sollte man noch mal positiv erwähnen! So zog er, wie gesagt, sogar ein rosa farbenes T-Shirt an. Und dazu auch noch ein pink farbenes…öhm André…, was genau ist dunkelpink?!
Und nun noch ein Kommentar zu dem schönen pastellfarbenem kariertem Hemd: Ausgetrickst! Hat jemand die Fotos gesehen? Da denkt man doch nun nicht, oh was ist das für ein schönes pastellfarbenes kariertes Hemd! Nein! Da denkt man…Jule hat alles richtig gemacht und André unbemerkt in ein, zu hohen Anteilen, rosa und pink kariertes Hemd gesteckt! STRIKE! Sieht doch super aus, oder nich!?
Ich bin jederzeit bereit für ne neue Power-Shoppingtour!
@Jule: Wenn ich so nach Deinem Bericht urteilen müßte (“ganz ohne sich zu wehren hat er alles anprobiert, was man ihm in seine Kabine reichte”), dann wurde André ja größtenteils geshoppt, statt selber zu shoppen… Wie nennt man sowas dann, Shopperfutter?
@André: Ich fühle mit Dir! Dieses Pink ist widerlich…
Kann mir immer nicht vorstellen, daß diese (meist dazu noch arrogant dreinguckenden) Geschäftsleute, die das hier überall mit Begeisterung tragen, sich darin nicht total lächerlich vorkommen.
Hallo Andre,
Das is der Wahnsinn – du sprichst mir aus der Seele! Bei mir läufts ähnlich:
Schwester oder Freundin (oder beide) ziehen los und schauen nach irgendwelchem Zeug. Als Alibi tue ich dann auch so, als würde ich interessiert suchen, dabei habe ich schon längst keine Lust mehr und Orientierung ist bei dieser Sache sowieso ein Fremdwort. Hinzu kommt die trockene Klimaanlagenluft und die meist üble Musik in den Läden, die meiner Meinung nach oft zu laut ist. Wenn da so 50cent aus den Lautsprechern dröhnt, möchte ich am liebsten wieder raus…
Aber so isses halt, mit dem shoppen.
Man sieht sich bei “Jugend Goes To Rock II”
Bis dann…
Tony